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Pressemitteilung:
24. Juni 2016

Gerhard Merz: Eine gute Bildungsverwaltung stärkt eigenverantwortliche Schulen in Partnerschaft mit den Schulämtern
Enquetekommission Bildung

Im Anschluss an die Expertenanhörung zu Bildungsverwaltung der Enquetekommission „Kein Kind zurücklassen - Rahmenbedingungen, Chancen und Zukunft schulischer Bildung in Hessen“ des Hessischen Landtags äußert sich der SPD-Obmann, Gerhard Merz, wie folgt:

„Die zweistufige Bildungsverwaltung bringt für die Schulen, die staatlichen Schulämter und die schulische Bildung insgesamt nur Vorteile. Nach der Auflösung des Landesschulamts muss Kontinuität in der Bildungsverwaltung einkehren und die Qualität des hessischen Bildungsmanagements muss weiter verbessert werden. Die bewährte zweistufige Bildungsverwaltung ist effizienter und stärkt die Bildungsverwaltung, den Austausch innerhalb der Bildungsregionen sowie die Eigenverantwortung der Schulen.

Wir sehen uns durch die heute angehörten Experten bestätigt. Ein fortschreitender Ausbau der dezentralen Managementstrukturen der staatlichen Schulämter wurde von der Mehrzahl der Experten empfohlen. Grundsätzlich sei es vorzuziehen, alle unterschiedlichen Schulformen gemeinsam zu beaufsichtigen um den umfassenden Austausch zwischen diesen zu begünstigen. Beratung und Unterstützung sollten den Kern der ausgeübten Aufsicht ausmachen. Auch findet von den unterschiedlichen Experten aus Wissenschaft und Praxis Erwähnung, dass ein Zusammenführen von Zuständigkeiten für Kitas, Schulen und Hochschulen erstrebenswert wäre. Eine weitere Ausdifferenzierung im Bildungsbereich muss vermieden werden. Es war ein Konsens der heutigen Anhörung, dass eine einheitliche Schulverwaltung nicht zu einem Ausbleiben der schulspezifischen Expertise führt.

Als Ergebnis der heutigen Anhörung steht für die SPD-Fraktion fest, dass die Eigenverantwortlichkeit von Schulen gestärkt werden muss und die staatlichen Schulämter diese Eigenverantwortlichkeit beratend und partnerschaftlich unterstützen und idealerweise auch evaluieren müssen. Durch die Verbindung von Schulämtern und Schulen kann eine interne Evaluation im Gegensatz zur externen Überprüfung nach Expertenmeinung deutlich zielgerichteter eingesetzt werden. Für ein Gelingen ist es notwendig, die Schulämter hier finanziell und organisatorisch zu stärken und die Strukturen zu schaffen, dass Fortbildungen auf allen Ebenen der Bildungsverwaltung organisiert und angeboten werden. Die Eigenverantwortlichkeit und Zusammenarbeit im Bildungsbereich über Schulformen hinweg und auch hin zu Kitas und Hochschulen muss weiter in den Fokus rücken“.


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